Pete Doherty im Photoautomaten
Der englische Drogenrocker Pete Doherty steigt in einen unserer Photoautomaten, um sich mit seinem Kumpel ablichten zu lassen. So geschehen am 1. Dezember 2009 nach Dohertys Konzert in der Hansestadt Hamburg im Uebel & Gefährlich.
Das Praktische daran: Im Falle eines späteren Filmrisses konnte Pete am nächsten Tag leicht rekonstruieren, wo genau er letzte Nacht unterwegs war!
Video: Pete Doherty im Photoautomat
Photoautomaten als Metaphern für den permanenten globalen Bewerbungsmarathon
Das Studenten-Magazin ZEIT Campus behandelt in der Ausgabe 01/2007 als Titelthema die mannigfaltigen Anforderungen an Anpassungsfähigkeit und Ungebundenheit heutiger Absolventen beim Berufsstart - "Gekommen um zu gehen. Projektarbeit, Ortswechsel, Probezeiten: Wer nach der Uni ins Berufsleben startet, muss sich auf ständige Veränderungen einstellen".
Magazintypisch handelt es sich um einen inhaltlich eher dünnen, ja windigen Artikel, in dem das Hohelied der unbegrenzten Flexibilität im Auftrag eines entfesselten Kapitalismus gesungen wird. Als Illustrationen zum Text dienen einerseits verschiedene eingestreute kleinere Streifen langweiliger, kreuzbraver Bewerbungsphotos, andererseits mehrere ganzseitige, schöne Aufnahmen von Photoautomaten (siehe unten). Die Automaten verweisen vordergründig natürlich auf die Assoziationskette Paßphoto - Bewerbungsunterlagen - Jobwechsel.
Daneben sollen das Berlin-Ambiente drumherum und der urbane Style der Automaten aber sicherlich auch für ein schnelles, im ständigen Wandel begriffenes, dynamisches, virulentes und cooles innerstädtisches Lebensgefühl stehen. So wird den "modernen", zutiefst uncoolen, weil prekären Arbeitsbedingungen en passant die Absolution der Hippness erteilt.
Street-Art jenseits von Filzern und Sprühdosen: Yarn-Bombing
Gewisse Abnutzungserscheinungen lassen sich in der Street-Art leider nicht übersehen, weite Oeuvres sind in stilistischer Hinsicht erschreckend gleichförmig. Zum Glück gibt es aber auch noch Kreative, die die konformen Bahnen des ewig gleichen Edding-Geschmurgels verlassen haben und was anderes praktizieren, als Photoautomaten voll zu taggen.
Artyarn zum Beispiel ist ein britisches Künstlerduo, das mit seinen 'Yarn Bombings' traditionelle Techniken der Garnverarbeitung (i.e. Stricken und Häckeln) in die zeitgenössische bildende Kunst einbringt, indem Objekte des öffentlichen Raums 'verstrickt' werden und das anschließend im Internet dokumentiert wird.
Ihre letzte Parforce-Tour durch Berlin führte Artyarn 2009 auch am Kreuzberger Automaten vorbei. Selten zuvor strahlte eines unserer Geräte eine solche rustikale Gemütlichkeit aus, wie der Photokasten neben dem Kaisers am Kotti nach ihrem Besuch (siehe oben)! Viele weitere photographisch dokumentierte Einsätze und einiges zum Hintergrund des Projektes Artyarn findet sich auf ihrer Myspace-Site.
Die Liebe Minou singt im Photoautomaten
Die Liebe Minou ist eine junge, aufstrebende Chanteuse aus Hamburg. Inspiriert von ihrer besonderen Vorliebe für Kekse mit Vollmilchschokolade, firmieren ihre jazzigen Live-Auftritte charmanterweise als "Kekskonzerte".
2009 führte sie ihre Kekskonzert-Tournee auch in den Photoautomaten an der Feldstraße im Hamburger Karoviertel.
Impressionen von Minous Photoautomaten-Shooting bei Flickr
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Video: Kekskonzert im Photoautomat
Photoautomaten-Renaissance in der Petra
Ein kleiner Schnipsel aus dem Frauenmagazin Petra, Ausgabe November 2009. Sie rufen die "Renaissance" (zu gut deutsch "Wiedergeburt") der Photoautomaten aus.
Das sind hehre Worte, aber inhaltlich können wir dem natürlich nur zustimmen und schließen uns auch der Meinung der Redaktion an, daß "es" (also das Knipsen von Bildern) "wirklich Spaß bringt"! Diesen Spaß könnt Ihr Euch auch und gerne an der Feldstraße, Hamburg bereiten, an der der abgebildete Automat steht.
Das Gesamt-Berliner Clubleben & die Photoautomaten als integraler Bestandteil desselben
Die Rhein-Zeitung, Koblenz, berichtet aus Anlaß des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung über "20 Jahre Gesamt-Berliner Clubleben" und wälzt dabei die üblichen Klischees über Easy-Jetsetter und das olle Berghain als angeblich besten Club der Welt aus, dazu werden selbsternannte "Szene-Kenner" zitiert, die ihre Jugend und die damals selbstredend noch viel tolleren Parties verklärt abfeiern und romantisieren, zuletzt dann noch der unvermeidliche Hinweis auf die "Berliner Clublandschaft als Wirtschaftsfaktor" - alles in allem ein Artikel, der so unoriginell wie unerheblich ist. Exakt die Soße, die immer dabei herauskommt, wenn der Blick aus der tiefsten westdeutschen Provinz auf das hauptstädtische Nightlife gerichtet und sich dabei auch noch szenekundig gegeben wird.
Im Gegensatz zu dem belanglosen Print-Artikel ist das Video-Interview schon interessanter. Hier kommt Asger zu Wort, einer der beiden Photoautomaten-Macher, und erläutert ein bißchen was zum Hintergrund der Maschinen, die "neben Bars und Clubs längst Kultstatus erlangt haben und an denen auch mitten in der Nacht ein riesiger Andrang herrscht", wie die RZ richtig schreibt.
Video: Asger im Interview
Die Mosher von Bakkushan werden intim im Photoautomaten
Das Stadtmagazin 030 hat eine Rubrik namens "Berlin Intim", in der jeden Monat irgendwelche Berliner Musik-Promis zusammen mit der Redaktion durch einen Stadtteil der Metropole latschen und dabei selbiger und den geneigten Lesern einige ihrer favorisierten Orte vorstellen.
Im September 2009 waren die Indierocker Bakkushan mit 030 in Friedrichshain unterwegs und verwiesen dabei neben der Oberbaumbrücke (gähn!), dem Cassiopeia (gähn!), der Habermeyer-Bar und anderen mehr oder weniger exklusiven Stellen als einen ihrer Lieblingsplätze auch auf den wunderbaren, orangen Photoautomaten am Rand der Freifläche Warschauer Straße 60.
Auch wenn sie den altbewährten und vielfrequentierten Automaten bei der Gelegenheit fälschlicherweise als "den ersten" in Berlin klassifizierten, sagen wir der Combo Bakkushan an dieser Stelle dennoch:
Vielen Dank, Jungs, ihr habt Geschmack bewiesen.
Und: Immer schön weiterknippsen!
Vermischte Web-Fundstücke
Automaten-Zitate aller Art, kleine Geschichten, Erlebnisse, Begebenheiten, Berichte oder Beichten, schöne Photos und lustige Bilder, Comics, Gedichte oder Collagen, kurzum:
Photoautomaten-Hommagen und -Huldigungen der unterschiedlichsten Art.
Wir freuen uns immer über sachdienliche Hinweise auf Zitate, die Euch begegnen.
Wenn Ihr was interessantes aufgegabelt habt, schickt uns einfach einen Link zur Fundstelle per Email an: fundbuero@photoautomat.de

Millionhands-Blog - An Ode to Photoautomat

Bar 25 - Neue T-Shirt-Edition, Motiv: Baum mit Schaukel und Fotoautomat (hier zu bestellen)

Blog 'From Amsterdam with Love' - Erlebnisbericht Bar 25 mit Photo vom Photoautomaten (Bild in groß)

Schnappschuß auf Qype - Sieht aus wie die Kinderzimmertür eines (französischen) Photoautomaten-Stammkunden

die BVG - Eine romantische Liebesgeschichte

Hauptstadtstudio-Blog - Kleine Glosse über Sex and the City-Assoziationen in Berlin & die Automaten in der Kastanienallee

Les Mads Blog - Unterwegs in Berlin: Der Photoautomat

www.lomography.de - Photoautomat in Hamburg

TO BE CONTINUED...